Schulentwicklung im Schuljahr 2021/22

Schulentwicklung greift aktuelle Herausforderungen der Schule und des Schulsystems auf und versucht eine Antwort zu finden auf die Frage, was wir in unserer Schule und in unserer Gesellschaft unter einer guten Schule und einem guten Unterricht verstehen und wie wir dies an unserer Schule umsetzen können. Unsere Gesellschaft und somit auch unser Lehren und Lernen befinden sich im digitalen Wandel, der durch die Corona-Pandemie einen erheblichen Schub erhalten hat. Hier liegt ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit.

In diesem Schuljahr besteht die Herausforderung zum einen darin, die Entwicklungsstränge der Schulentwicklung, die auch schon vor Corona bestanden, wieder aufzunehmen und voranzutreiben. Zum anderen wollen und müssen wir die Realität mit und nach Corona bei unserer Arbeit berücksichtigen und uns auch neue Ziele setzen.

In diesem Schuljahr arbeiten wir an acht Entwicklungsthemen in einer jeweils eigenen Gruppe von engagierten Kolleginnen und Kollegen. Es ist uns besonders wichtig, dass dort, wo es möglich und sinnvoll ist, Schülerinnen und Schüler und Eltern mitarbeiten. Die Ansichten, Meinungen und Ideen der Schüler- und Elternschaft sollen in die Schulentwicklungsarbeit einfließen. Die Arbeitsgruppen organisieren sich selbständig, treffen sich in der Schule oder per Videokonferenz und arbeiten an den Zielsetzungen, die am Anfang des Schuljahres festgelegt wurden. Die dabei entstehenden Konzepte werden der Lehrerkonferenz und ggf. der Schulkonferenz als höchstem Mitwirkungsgremium vorgelegt.

Die Arbeitsgruppen „Begabungsförderung“, „Digitalisierung“, „Durchgängige Sprachbildung“, „Methodenkonzept“ und „Verkehrserziehung“ bestanden schon im letzten Schuljahr und setzen ihre Arbeit fort.

Als neue Arbeitsgruppen sind in diesem Schuljahr folgende hinzugekommen.

Unter der Überschrift „Verantwortlich sein“ arbeitet die Gruppe von Herrn Hochschulz daran, unseren Wertekompass, der unserer Arbeit die Richtung gibt, an verschiedenen Stellen ins Bewusstsein zu rufen, zur Diskussion zu stellen und gegebenenfalls neu zu justieren. Insbesondere in diesem Schuljahr geht es darum, die Achtsamkeit füreinander zu stärken und Möglichkeiten der Unterstützung und Entlastung auszuloten und bereitzustellen.

Die Arbeitsgruppe „Demokratieerziehung“ unter der Leitung von Herrn Vormfenne entstand aus dem Wunsch, für unsere Schülerinnen und Schüler inner- und außerhalb der Schule die Möglichkeiten zu erweitern, Demokratie zu erleben und Demokratiebewusstsein zu stärken. Gleichzeitig sollen die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer (Geographie, Geschichte, Sozialwissenschaften) an Aufmerksamkeit gewinnen. Den Arbeitsschwerpunkt der Gruppe bildet in diesem Schuljahr die Konzeption einer Berlinfahrt in der Jahrgangsstufe 10 des neunjährigen Gymnasiums (G9).

Unter dem Stichwort „Demokratieerziehung“ arbeitet auch eine Gruppe engagierter Schülerinnen und Schüler um Herrn Vormfenne am Projekt „Schule der Vielfalt“. Dabei handelt es sich um ein bundesweites Antidiskriminierungsnetzwerk, das in Nordrhein-Westfalen vom Ministerium für Schule und Bildung unterstützt wird. Auf ihrer letzten Sitzung hat unsere Schulkonferenz entschieden, dass wir Mitglied dieses Netzwerkes sein wollen und die Frage nach unserem Umgang mit Vielfalt im Schulleben nachhaltig stellen werden. Im letzten Schuljahr gab es im Differenzierungsbereich des Jahrgangs 8 bereits ein Filmprojekt unter dem Titel „Alles könnte anders sein“.

Der „Übergang von der Grundschule“ wird am Gymnasium am Waldhof schon lange bewusst gestaltet. Die Arbeitsgruppe um Frau Sieben hat sich zum Ziel gesetzt, die Kooperation mit den abgebenden Grundschulen weiter zu verbessern, damit beide Seiten noch stärker von der Arbeit des anderen profitieren können. Die Kenntnis von Gemeinsamkeiten und Unterschieden im inhaltlichen und methodischen Arbeiten wird den Übergang für unsere neuen Schülerinnen und Schüler erleichtern, die Lernleistungen verbessern und letztlich zu mehr Zufriedenheit führen.

Wir haben uns auf dem Gebiet der Schulentwicklung viel vorgenommen. Umsetzbar ist dies nur dank des Engagements der Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und Eltern.

Für Anregungen und Vorschläge wenden Sie sich bitte an die verantwortlichen Lehrkräfte oder an Herrn Hochschulz.

Entwicklungsschwerpunkt Digitalisierung

Corona hat die Digitalisierung des Gymnasiums am Waldhof sicherlich beschleunigt. In der rasanten Entwicklung der letzten eineinhalb Jahre sind neben vielen Erfolgen auch Schattenseiten der Digitalisierung deutlich geworden. Nach den langen Phasen des Distanzunterrichts machte sich bei vielen digitale Erschöpfung breit. Trotz der erfolgreichen Etablierung von Teams als Kommunikationsplattform sind wir froh, wieder den echten sozialen Kontakt im Präsenzunterricht zu haben.

Der Digitalisierungsprozess unserer Schule bleibt nicht stehen, nachdem wir wieder in der Schule sind. Wir fokussieren uns nun auf die Digitalisierung des Präsenzunterrichts. Es geht darum, den Präsenzunterricht durch digitale Medien und digitales Arbeiten zu bereichern. Neben den außerunterrichtlichen Projekten zur Medienerziehung „Surfen mit SIN(n)“ (Jgst. 5), „Free to P(l)ay“ (Jgst. 6), „Natürlich bin ich stark“ (Jgst. 7), „Net-Piloten“ (Jgst. 5 und 8), Kriminalpräventive Informationen durch die Polizei (Jgst. 9) und Klicksafe setzen wir uns zum Ziel, dass jedes Fach Medienkompetenzen vermittelt. Grundlage der Arbeit in den Fächern ist der Medienkompetenzrahmen NRW. Unsere Ziele bestehen darin, den Schülerinnen und Schülern für ihr Leben in einer digitalisierten Gesellschaft berufliche Orientierung, Partizipation und Selbstbestimmung zu ermöglichen.

Unser Kollegium hat sich im letzten Schuljahr an zwei Fortbildungstagen und in zahlreichen anderen Gesprächen, Diskussionen und Minifortbildungen auf den Weg gemacht, die Digitalisierung im Präsenzunterricht voranzubringen. Alle Kolleginnen und Kollegen sind mit iPads ausgestattet worden und erwerben im Laufe dieses Schuljahres verpflichtend ein Apple Teacher-Zertifikat. Die Digitalisierungsgruppe unter der Leitung von Herrn Strakerjahn trifft sich wöchentlich, um das vielschichtige Projekt Digitalisierung umzusetzen. Neben der Ausstattung und Fortbildung des Kollegiums zählen die Umsetzung in den Lehrplänen der Fächer, die technische Ausstattung der Schule und der Schülerinnen und Schüler, der Austausch mit anderen Schulen und nicht zuletzt die kritische Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken neuer Medien zu den wichtigsten Säulen im Digitalisierungsprozess.

In der Oberstufe gehen wir dabei noch einen Schritt weiter als in der Sekundarstufe I. Ab dem Schuljahr 2022/23 werden unsere Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs EF mit eigenen iPads ausgestattet. Die elternfinanzierten Geräte gehören den Schülerinnen und Schülern und stehen ihnen sowohl in der Schule als auch zuhause jederzeit und für jedes Fach zur Verfügung. Die iPads werden über unseren Handelspartner, der Gesellschaft für digitale Bildung, gekauft und versichert. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die voradministrierten Geräte im Unterricht keine technischen Probleme aufwerfen und von uns verwaltet werden können. Wir verfolgen mit der Ausstattung der Oberstufenschülerinnen und -schüler das Ziel, Aufgaben, Unterricht und Lernprozesse besser zu gestalten und fachdidaktisch zeitgemäße Wege zu gehen, um unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ein Leben in einer digitalen Gesellschaft vorzubereiten.

Insgesamt greift unsere Schulentwicklung also verschiedene wichtige Themenbereiche auf, die das Gymnasium am Waldhof zukunftssicher machen werden.

Verlauf des Schuljahres 2020/21

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Ansprechpartner

Michael Hochschulz

Fächer:
Geschichte, Mathematik, Physik

Am GaW seit: 2017

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