Anfang November fanden in allen Klassen der Jahrgangsstufe 9 zweitägige Projekttage zum Thema Antidiskriminierung statt. Ziel der Tage war es, die Schülerinnen und Schüler für unterschiedliche Formen von Diskriminierung zu sensibilisieren, ihre Handlungskompetenzen zu stärken und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um im Alltag couragiert einzuschreiten.
Zum Einstieg setzte sich jede Klasse mit der Entstehung und Wirkung von Vorurteilen und Klischees auseinander. Auf dieser Grundlage entwickelten die Jugendlichen eine gemeinsame Definition von Diskriminierung, die im Verlauf der Projekttage immer wieder auf konkrete Beispiele übertragen wurde.
Ein Schwerpunkt lag zum Beispiel auf der Analyse diskriminierender Inhalte im Internet. Anhand von Memes und Social-Media-Beiträgen reflektierten die Schülerinnen und Schüler, wie diskriminierende Darstellungen im digitalen Raum funktionieren und welche Verantwortung Konsumierende und Teilende solcher Inhalte tragen.
Im Rahmen des Themenschwerpunkts „antimuslimischer Rassismus“ setzten sich die Jugendlichen außerdem mit einer spezifischen Form der Diskriminierung auseinander. Besonders die Rolle der Medien wurde kritisch beleuchtet: Wie entstehen bestimmte Bilder und Aussagen, und wie prägen sie gesellschaftliche Einstellungen?
Neben der Analyse standen persönliche Erfahrungen und realitätsnahe Situationen im Mittelpunkt. Gemeinsam überlegten die Schülerinnen und Schüler, wo ihnen im Schulalltag oder im privaten Umfeld Diskriminierung begegnet und welche Möglichkeiten sie haben, aktiv und mutig dagegen vorzugehen. Anhand konkreter Fallbeispiele entwickelten sie verschiedene Handlungsoptionen und diskutierten deren Wirksamkeit.
Die zweitägigen Projekteinheiten zeigten, wie ernsthaft und engagiert die Jugendlichen sich mit dem Thema Antidiskriminierung auseinandersetzen. Wir freuen uns über die vielen klugen Beiträge, die Offenheit und die Bereitschaft, Verantwortung für ein respektvolles Miteinander zu übernehmen.
Sanja Dammeier
25.11.2025























