Methodenlernen am GaW

Die Förderung des selbstständigen Lernens und Arbeitens ist ein wesentliches pädagogisches Anliegen unserer Schule. Wir beachten die Progression von der selbsttätigen angeleiteten Arbeit hin zum selbstständigen Lernen. Neben der Vermittlung grundlegender Lernstrategien und Methoden der Arbeitsorganisation befähigen wir unsere Schülerinnen und Schüler, die eigenen Strategien zu reflektieren und zu üben, um mit Fehlern und Misserfolgen umgehen zu können. Wir vermitteln diese Lernstrategien an sogenannten Methodentagen, die einmal pro Halbjahr durchgeführt werden und das Grundgerüst für das Methodentraining legen. Weiterhin erfolgt die Methodenpflege fortlaufend im Fachunterricht.

Dieser Prozess beginnt in der Klasse 5 unter dem Begriff „Lernen lernen“ mit dem systematischen Erlernen von Arbeitstechniken, um z. B. über verschiedene Strategien für die Vorbereitung von Klassenarbeiten oder dem Erkennen des individuellen Lerntyps zu verfügen. Nach der Erprobungsstufe setzen wir einen Schwerpunkt im Bereich der Präsentation und Selbstreflexion. Präsentationstechniken, Zeitplanung und „Gründe für das Aufschieben“ werden in dieser Phase wiederholt bzw. neu erfahren. Der Methodentag „Projektmanagement“ ist mit der Planung des Berufspraktikums verknüpft. In der Sekundarstufe II werden die Facharbeit und das Abitur im Rahmen von Methodentagen intensiv vorbereitet. Das methodische Angebot zur Stärkung des selbstständigen Lernens und Arbeitens wird an unserer Schule durch fächerübergreifendes, produktorientiertes Arbeiten (z.B. das Märchenprojekt der Fächer Kunst-Deutsch-Musik in Klasse 5) sowie den Einbezug außerschulischer Lernorte (u.a. Universität Bielefeld, Exkursionen in die Kunsthalle) ergänzt.

Neben dem methodischen Lernen wird dem sozialen Lernen eine besondere Bedeutung gegeben. Mit einer zusätzlichen Klassenleitungsstunde verfolgen wir bereits in der Klasse 5 das Ziel, dass die Schülerinnen und Schülern zu einer gut funktionierenden Klassengemeinschaft zusammenwachsen. Darüber hinaus sollen sie in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden und ein zutreffendes Selbstbild entwickeln. Sie werden darin unterstützt, die Fähigkeiten und Stärken ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler wahrzunehmen und so andere Menschen in deren Individualität zu achten. Das Konzept basiert auf Lions-Quest (siehe Kapitel 2).

Das Selbstlernzentrum ist ein Lernort außerhalb des Klassenraums, in dem unsere Schülerinnen und Schüler während und nach dem Unterricht sowie in Rand- und Freistunden möglichst eigenverantwortlich und selbstbestimmt lernen, recherchieren und arbeiten. Hier können zum einen im Unterricht erlernte Methoden selbstständig angewendet sowie Unterrichtsinhalte eigenständig vertieft und erweitert werden (Möglichkeit zur Differenzierung während und nach dem Unterricht). Darüber hinaus können nach dem Unterricht individuelle Defizite, teilweise unterstützt durch Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgänge, aufgearbeitet werden (Kooperation mit dem Projekt "Schüler fördern Schüler"). Neben einer kleinen Präsenzbibliothek stehen den Nutzern in das Schulnetzwerk integrierte Rechner zur Verfügung und bieten somit die Möglichkeit, Recherchen durchzuführen, auf eigene Dateien zurückzugreifen und aus dem Unterricht bekannte Programme zu nutzen. Weitere, mit dem Angebot des Selbstlernzentrums verknüpfte Ziele sind die individuelle Förderung spezieller Begabungen und Interessen, die Leseförderung, die Vermittlung von Wissen / Fachwissen und die Förderung der Medien- und Methodenkompetenz.

Unsere nächsten Ziele in der Weiterentwicklung des Methodenkonzepts am Gymnasium am Waldhof bestehen in einer Aktualisierung der Themen der einzelnen Methodentage, um z. B. den medialen Entwicklungen gerecht zu werden. Referate werden bereits in Klasse 5 eingesetzt, so dass die Lernenden schon zu diesem Zeitpunkt über Strategien zur Bewältigung der Erstellung von Referaten und deren anschließender Präsentation verfügen sollten. Ein weiterer Meilenstein besteht in der verstärkten Anbindung der Methodentage an den Fachunterricht, um den Schülerinnen und Schülern die Relevanz der Methodenpflege für alle Fächer zu verdeutlichen. Außerdem möchten wir eine engere Verknüpfung des Lernen Lernens mit dem sozialen Lernen erreichen, um unsere Schülerinnen und Schülern auch besser auf das Leben nach der Schule vorzubereiten.

Das Methoden-Curriculum am Gymnasium am Waldhof

Völlig selbstverständlich, fast automatisch werden Ziele wie Selbstständigkeit oder Selbstverantwortung genannt, wenn es um die Frage geht, was in der Schule gelernt werden soll. Wenig überrascht daher, dass auch wir am Gymnasium am Waldhof uns diese Fähigkeiten auf die Fahne schreiben, um sie den Schülerinnen und Schülern im Laufe der Zeit zu vermitteln. Denn gerade diese Kompetenzen sind für erfolgreiches Lernen von Bedeutung. Infolgedessen bildet das Methoden-Lernen an unserer Schule die Grundlage des Lernens.

Uns ist es sehr wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der methodischen Bausteine Instrumente in die Hand bekommen, die sie befähigen, ihr Lernen zunehmend selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb integrieren wir das Methoden-Lernen in den Schulalltag. In speziellen Modulen vermitteln wir grundlegende Lern- und Arbeitstechniken, die die Schülerinnen und Schüler kennenlernen, reflektieren und im Folgenden trainieren.

Da sowohl die Fähigkeiten und Ressourcen, welche die Schülerinnen und Schüler mitbringen, als auch die Bedarfe, welche an sie gestellt werden (schulisch und in der Zukunft), stetigen Veränderungen unterliegen, muss auch das Methoden-Lernen regelmäßig kritisch gesichtet und optimiert werden. (So findet auch im aktuellen Schuljahr 2018/19 eine Überarbeitung statt).

Im zweiten Halbjahr (Schuljahr 2018/19) finden Sie hier eine Übersicht in tabellarischer Form mit den konkreten Inhalten der methodischen Bausteine und ihren Zuordnungen zum Jahrgang. 

Ansprechpartnerin

Agnes Katzy

Fächer:
Kunst, Pädagogik

Am GaW seit: 2007

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