Chemie am GaW

Chemie in der Sekundarstufe I

Wie entsteht ein Fettbrand (siehe Foto)? Woraus besteht eigentlich Brausepulver und wie funktioniert es? Kann man es selbst herstellen? Was passiert bei der Explosion von Benzin in einem Motor? Wie kann man Wein herstellen? 

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die Chemie. Es geht um „Stoffe“, deren Eigenschaften, Wirkungsweise, Herstellung und Verbleib in der Umwelt.

In welchen Jahrgängen der Sek. I wird das Fach unterrichtet? 
In den Jahrgängen 7, 8 und 9 zweistündig in den Fachräumen. 

Welche Inhalte sieht der Lehrplan vor?

  • Jg. 7: Stoffe und Stoffveränderungen, Energieumsätze, Luft und Wasser, Metalle und deren Gewinnung
  • Jg. 8: Elementfamilien, Ionen und Ionenkristalle, freiwillige und erzwungene Elektronenübertragungen, Bindungen
  • Jg. 9: Säuren und Laugen, Energie aus Brennstoffen und Batterien, Organische Chemie

Was gibt es außer „normalem“ Unterricht noch?

  • Besuch im Teutolab der Universität Bielefeld (abgängig vom Angebot der Uni für Jg. 7)
  • Teilnahme „be smart don´t start“ (Thema Rauchen; Jg. 7)

Was wird für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler angeboten?

  • Betreuung und Anleitung beim Wettbewerben (Jugend forscht, Schüler experimentieren, Internationale Junior Science Olympiade, Chem-pions ...)
  • Chemie-AG (Angebot für die Jahrgänge 5 und 6)

Ist Chemie ein anspruchsvolles Unterrichtsfach?
Ja. Man muss sich schon konzentrieren und beim Experimentieren diszipliniert sein. 

Wie viel muss für das Fach gelernt werden?
In der Regel reicht es völlig aus, wenn man 2 x pro Woche jeweils 10 Minuten lernt und die Hausaufgaben macht. Klassenarbeiten gibt es nicht. 

Was ist, wenn man es gar nicht kapiert?
Die Fachlehrkräfte erstellen ein individuelles Förderkonzept und bieten Unterstützung bei der Umsetzung an.

Wie geht es nach der Sekundarstufe I weiter?
Chemie kann in der Oberstufe durchgängig als Unterrichtsfach gewählt werden. Näheres steht im Abschnitt „Chemie in der Sekundarstufe II“. 

Chemie in der Sekundarstufe II

Aromaherstellung
Aspirinsynthese
Brennstoffzelle

Der Chemieunterricht in der Sekundarstufe II baut auf den in der Sekundarstufe I erworbenen Kompetenzen auf. Er verfolgt fachliche Ziele und er leistet einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung. Dazu gehören die Entwicklung von Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft, von Konzentrationsfähigkeit, Geduld, Ausdauer, Zuverlässigkeit und auch das Aushalten von Frustrationen. Außerdem die Verinnerlichung von Unvoreingenommenheit und Offenheit für andere Sichtweisen.

In welchen Jahrgängen der Sekundarstufe II wird das Fach unterrichtet? 
Das Fach kann durchgängig ab der Jahrgangstufe 10 (EF) gewählt werden. In der Qualifikationsphase (Q 1 und Q 2) kann es als Grundkurs oder Leistungskurs gewählt werden. 

Wer kann/sollte das Fach wählen?
Jeder, der sich dafür interessiert und in der Sekundarstufe I keine mangelhaften Leistungen hatte. Chemiekenntnisse helfen sehr beim Verständnis von Inhalten des Faches Biologie. Wer einen Beruf im Gesundheits- oder Lebensmittelsektor oder im techniknahen Bereich anstrebt, sollte es auf jeden Fall wählen. 

Welche Inhalte sieht der Lehrplan vor?

  • Jg. EF (10): Ablauf und Steuerung chemischer Reaktionen in Natur und Technik
  • Jg. Q1 (11): Chemie in Anwendung und Gesellschaft
  • Jg. Q2 (12): Chemische Forschung – Erkenntnisse, Entwicklungen und Produkte

Was gibt es außer „normalem“ Unterricht noch? Gibt es Angebote für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler?

  • Besuch des Teutolab Chemie der Universität Bielefeld mit dem Jahrgang EF
  • Besuch eines Industrieunternehmens (z.B. Stockmeier Chemie in Bielefeld)
  • Betreuung und Anleitung beim Wettbewerb „Jugend forscht“
  • Betreuung und Anleitung beim Wettbewerb „Internationale Chemieolympiade“
  • Betreuung und Anleitung anderer Wettbewerbe (Fuel-Cell, IJSO...)
  • Kooperation bei speziellen Fragestellungen mit der Firma Miele in Bielefeld

Inhalte

EF: Kohlenstoffverbindungen und Gleichgewichtsreaktionen

  • Organische und anorganische Kohlenstoffverbindungen
  • Gleichgewichtsreaktionen
  • Stoffkreislauf in der Natur
  • Nanochemie des Kohlenstoffs

Q1: Säuren, Basen und analytische Verfahren und Elektrochemie

  • Eigenschaften und Struktur von Säuren und Basen
  • Konzentrationsbestimmung von Säuren und Basen durch Titration

Q1: Elektrochemie

  • Elektrochemische Gewinnung von Stoffen
  • Mobile Energiequellen
  • Korrosion

Q1: Organische Produkte – Werkstoffe und Farbstoffe

  • Organische Verbindungen und Reaktionswege (Schwerpunkt Nicht-Aromaten)

Q2: Organische Produkte – Werkstoffe und Farbstoffe

  • Organische Verbindungen und Reaktionswege (Schwerpunkt Aromaten)
  • Organische Werkstoffe
  • Farbstoffe und Farbigkeit

Ziele

Mit den Schülerinnen und Schülern wird vorrangig am Beispiel fachübergreifender Themen erarbeitet, dass chemische Reaktionen dynamische Prozesse sind, die unter Abgabe oder Aufnahme von Energie ablaufen und durch gezielte Eingriffe beeinflusst werden können. Dabei soll die Fähigkeit zur Deutung stofflicher Vorgänge aus der Lebenswelt erlernt werden. Durch die Vermittlung fachlicher Grundlagen, die Einübung der Weges der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung, die Förderung von selbstständig Arbeiten, von Teamfähigkeit, von Abstraktionsvermögen, von Reflexions- und Urteilsfähigkeit und von sprachlicher Ausdrucksfähigkeit wird ein Beitrag zur wissenschaftspropädeutischen Ausbildung und zur Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit geleistet.

Weiterhin wird vermittelt, dass die Chemie in Industrie und Forschung ein wichtiges Berufsfeld darstellt. 

Methoden

Der Chemieunterricht organisiert den Lernprozesse durch qualitative und quantitative Erfassung von Stoffen und Reaktionen unter besonderer Berücksichtigung von Experimenten und der Auswertung experimenteller Daten. Es werden sowohl Formen selbstständigen, eigenverantwortlichen Arbeitens als auch Teamarbeit eingeübt.

Weitere Aktivitäten

  • Chemische Experimente am Tag der offenen Tür
  • Angebote als Teutolab-Netzwerkschule für Viertklässlerinnen und Viertklässer