1975 als erstes Ensemble seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland mit Unterstützung des damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau gegründet, hat sich das JJO NRW zu einer Big Band mit Vorbildcharakter für viele weitere Landesjugendjazzorchester entwickelt. Stephan Schulze, Posaunenlehrer unserer Big Band Klassen ist Dozent beim JJO und hat sich dafür eingesetzt, dass das GaW in den Genuss dieses hochrangigen Ensembles kommt. Denn neben vielen Konzerten sind über das Jubiläumsjahr verteilt auch Kooperationen mit Musiklehrern und Ensembleleitern verschiedener NRW-Schulen geplant.
Dazu Thomas Haberkamp, Geschäftsführer des JJO NRW: „Das Orchester bietet Aufführungen und Workshops an, um Jugendliche frühzeitig für Jazz zu begeistern. Auch auf dieser Grundlage liefert die Band regelmäßig und reichlich Nachwuchs für das BundesJugendJazzOrchester (BuJazzO). So wird also das JJO NRW am 9. November 2015 einen Workshop mit den Big Bands des „Gymnasiums am Waldhof“ in Bielefeld realisieren und abends ein Konzert im „Bunker Ulmenwall“ geben. Hierzu werden Teilnehmer des Workshops eingeladen, mit der Landesband einige Titel zu spielen.
Das JJO NRW hat sich insbesondere durch ausgefallene und innovative Projekte einen Namen gemacht. Dazu gehört vor allem die Zusammenarbeit mit Künstlern und Ensembles anderer Musikgenres sowie mit klassischen Orchestern. Die Bereitschaft und die Kompetenz, mit der das Auswahlensemble stilübergreifend agiert, führen zu zahlreichen interessanten Kombinationen, die neugierig machen, manchmal auch provozieren. Hinzu kommen regelmäßig Einladungen an namhafte Solisten aus dem Bereich des Jazz ebenso wie aus den Sparten Pop und Chanson.
Ein Dutzend Tonträgerproduktionen belegen die vielfältigen Aktivitäten und die Präsenz in der Szene.
Als Kulturbotschafter für NRW in Sachen Jazz führten bislang 37 Konzertreisen des Orchesters rund um den Globus. Das Ensemble sieht es nach wie vor als besondere Herausforderung, Jazz aus Nordrhein-Westfalen auch in jenen Ländern zu präsentieren, in denen diese Musik noch eine Ausnahme darstellt. Konzertreisen dieser Art schweißen die Band zusammen, vermitteln den Jugendlichen Eindrücke und Begegnungen, die sie für ihren weiteren Lebensweg entscheidend prägen.
2010 erhielt die Band, wie schon 2006, beim Bundeswettbewerb für Auswahlorchester einen 1. Preis, 2013 wurde ihr der WDR-Jazzpreis in der Kategorie „NRW-Jazznachwuchs“ zugesprochen.“
Weitere Informationen unter:
www.jjonrw.de
www.bunker-ulmenwall.de
(Heike Bug)























