Les retrouvailles - begeistertes Wiedersehen der beiden Austauschgruppen in Montpellier

Ein unvergessliches Abenteuer beginnt

Vom 5. bis 13. Mai 2026 erlebte die Austauschgruppe der 9. Klassen des Gymnasiums am Waldhof gemeinsam mit den Secondes des Lycée Frédéric Bazille-Agropolis in Montpellier eine Woche voller Kultur, Kreativität und herzlicher Begegnungen. Unter strahlendem südfranzösischem Himmel und bei sommerlichen Temperaturen verwandelte sich diese Austauschbegegnung in ein lebendiges Fest der Freundschaft.


Kunst, Kamera, Action: Das Videoprojekt

Im Mittelpunkt stand ein kreatives Videoprojekt, das die 40 Schüler:innen in gemischten Teams umsetzten. Inspiriert von der lebendigen Street-Art-Szene tes, dem „Venedig des Languedoc“ und den Werken des lokalen Malers Frédéric Bazille – einem Wegbereiter des Impressionismus und Namensgeber unserer Partnerschule – brachen fünf deutsch-französische Kleingruppen auf. Mit Handykameras und viel Enthusiasmus entstanden bilinguale Szenen, in denen deutsche und französische Jugendliche gemeinsam Bazilles Gemälde zum Leben erweckten oder Graffiti-Wände als Hintergrund für selbstgeschriebene Dialoge nutzten. Die Ergebnisse? Ein farbenfrohes Potpourri aus Humor, Geschichte und moderner Kunst.


Sète: Wo Meer und Kultur sich treffen

Ein Höhepunkt war der Tagesausflug nach Sète mit seinem lebhaften Hafen. Nach einem steilen Aufstieg auf den Mont Saint-Clair genossen alle die entspannte Atmosphäre bei einem gemeinsamen Picknick und den wunderschönen Ausblick. Die deutschen Schüler:innen waren fasziniert von der mediterranen Lebensart, während die französischen Gastgeber:innen stolz ihre Region präsentierten.


Schulalltag mal anders: Besuch am Lycée Bazille-Agropolis

Der Besuch im Lycée Frédéric Bazille-Agropolis bot Einblicke in den französischen Schulalltag – und die Unterschiede waren spannend! Die deutschen Gäste nahmen interessiert am Unterricht ihrer Partnerschule teil. Und die Sprachbarrieren? Fast vergessen!


Herzlichkeit, die bleibt: Die Austauschpartner:innen und die Gastfamilien

Doch was diese Woche wirklich unvergesslich macht, war die herzliche Aufnahme in den Familien. Ob beim gemeinsamen Abendessen, bei Ausflügen in die Umgebung am Wochenende oder einfach beim gemütlichen Beisammensein – wie im April in den Bielefelder Familien war auch die Gastfreundschaft in den französischen Familien überwältigend. Die GaW-Schüler:innen waren überrascht, wie schnell sie sich in der vorher unbekannten Umgebung wohlfühlten. Am Abschiedstag flossen nicht nur Tränen, sondern auch schon die ersten Pläne für ein baldiges Wiedersehen.


Fazit: Mehr als ein Austausch – eine Freundschaft fürs Leben

Diese Woche in Montpellier war mehr als nur eine Schulreise: Sie war eine Begegnung auf Augenhöhe, geprägt von Neugier, Respekt und einer großen Portion Spaß. Die Schüler:innen kehrten mit neuen Freundschaften, unzähligen Fotos, verbesserten Sprachkenntnissen – und der Gewissheit zurück, dass die deutsch-französische Freundschaft nicht nur in Lehrbüchern, sondern vor allem im echten Leben funktioniert.

Christiane Mawick und die Austauschgruppe