Tag der offenen Tür – nochmal mittendrin

Mit einem bunten und vielseitigen Programm hat die Schule sich am letzten Tag der offenen Tür präsentiert. Zu sehen und erleben gab es natürlich viel, und so ein Tag geht schnell herum. Deshalb waren Amélie und Matilda aus dem 8. Jahrgang mit Kamera und Notizblock für uns dabei und haben ihre Eindrücke festgehalten. Hier ist ihre Reportage:

Heute Nachmittag ist am Gymnasium am Waldhof mal wieder viel los: Schüler:innen reinigen ihre Klassenzimmer, Lehrer:innen verschieben Tische und laufen hektisch durch die Gänge. Alles muss bereit sein, wenn die Besucherinnen und Besucher aus der Grundschule ankommen. Diese werden erst um 15:00 Uhr erwartet, doch noch ist längst nicht alles fertig. Alle Fächer sollen repräsentiert werden, jeder Raum einzigartig und alles soll sauber sein. Schließlich ist es soweit: Die ersten Viertklässler und ihre Familien trudeln langsam ein. Alles ist auf Position und die GaW-Lehrkräfte und Schüler:innen sind gespannt und aufgeregt. Alle sind heute ein Team und fragen sich, wie der Nachmittag laufen wird. Es wird immer voller und voller und immer mehr Kinder laufen aufgeregt laut rufend herum, ihr Lachen liegt in der Luft.

Sie haben verschiedenste Möglichkeiten, um die Schule zu erkunden, zu Anfang begeben sich die meisten jedoch in die Aula, denn dort begrüßt Frau Brauneis die Gäste. Danach heißt es „Augen und Ohren auf, die Bigband-Klassen!“ Die energiegeladene Musik erfüllt den Raum und begeistert das Publikum. Es wird applaudiert, gejubelt und sogar eine Zugabe gefordert! Die bekommen sie auch, doch danach braucht auch die Bigband eine Pause und die Menge löst sich auf, um die einzelnen Fächer zu erkunden.

Die naturwissenschaftlichen Fächer sind besonders beliebt. Dort strömen die meisten Leute hin, um ihre ersten Experimente durchzuführen. Die Kinder mikroskopieren, löten, mischen Chemikalien – alles Dinge, die man Zuhause nicht einfach mal ausprobieren kann. Und genau das finden die Besucher besonders spannend! Eine besonders lange Schlange steht an der Station, an der man Metalle in Feuer hält, bis sie die verschiedensten Farben erhalten. Fasziniert wird näher herangetreten, sich vorgebeugt und gestaunt. Verständlich, denn die bunten Farben sehen spektakulär aus. Hier wird es leuchtend grün, da knallgelb. Auch sehr beliebt ist der Bio-Raum, wo man wie echte Wissenschaftlerinnen mikroskopieren und Proben nehmen kann.

Auch die Hauptfächer stechen durch ihre Präsentation heraus. Im Mathe-Raum beschäftigen die Kinder sich mit spannenden Legerätseln, Zauberwürfeln oder Bauaufgaben, die nichtmal (nicht besonders schlaue) Achtklässler auf die Schnelle lösen können. Und durch die ganze Schule laufen Jugendliche in Togen (sprich: Toggen!) und mit Lorbeerkränzen. Woher kommen sie? Aus dem Lateinraum! Hier werden Lorbeerkränze gebastelt, wird sich mit ersten Grammatikübungen vertraut gemacht und man kann sich sogar selbst als Römerin und Römer verkleiden, was die jungen Gäste begeistert. Es wurde sogar ein Greenscreen aufgebaut, vor dem Bilder in römischer Rüstung im Kolosseum als Andenken gemacht werden können! Auch beliebt ist das Land der Praktischen Philosophie, das man wegen der Live-Klaviermusik leicht findet und das durch warme Lichterketten Ruhe und Nachdenklichkeit ausstrahlt. Wer hier reinkommt, wird automatisch etwas ruhiger. Auf den Tischen liegen Zitate und Aussagen, zu denen Stellung genommen und über die diskutiert wird. Wer gerne nachdenkt, hinterfragt, diskutiert und vielleicht einmal runterkommen möchte, ist hier perfekt aufgehoben. Und das ist natürlich längst nicht alles, was es an diesem besonderen Tag zu sehen gibt.

Langsam wird es dunkel und die Besucher und die Helfer vom Waldhof werden müde. Die Flure leeren sich und bald sind keine Viertklässler-Familien mehr zu finden. Sie sind auf dem Weg nach Hause, doch für diejenigen, die nicht zu ihnen gehören, heißt es jetzt erstmal: Aufräumen. Sie schieben Tische an ursprüngliche Plätze, bringen Materialien zurück. Nun, da all die energiegeladenen Kinder weg sind, ist es merkwürdig still und leer. Es war ein anstrengender Tag und als alle Arbeit getan ist, freuen alle, sich jetzt erstmal ausruhen zu können. Am Abend kann jeder zufrieden sein, denn der Tag der offenen Tür war ein voller Erfolg dank dem Kollegium und den Helfer:innen, die sich viel Mühe gegeben haben und natürlich dank der Grundschüler:innen, die so motiviert dabei waren und von denen jetzt hoffentlich viele denken: „Auf diese Schule möchte ich gehen!“

Amelie Ohnesorge und Mathilda Helms

Waldhof-Redaktion