Mit dieser und ähnlichen Fragen nach der beruflichen Zukunft setzen sich Jugendliche im Laufe ihrer Schullaufbahn immer wieder auseinander. Eine besondere Möglichkeit der Beschäftigung bot sich den Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase des Gymnasiums am Waldhof jetzt. Zum ersten Mal konnte sich eine Lerngruppe gemeinsam mit Frau Herick und Frau Diekmann vom Institut für Bildungskooperation aus Münster mit einem persönlichen Stärken- und Schwächenprofil auseinandersetzen, um so weitere Schritte auf dem Weg der Berufswahl zu planen.
Grundlage für die 90minütigen Workshops in Kleingruppen waren die individuellen Ergebnisse des geva-tests, den die Lernenden im November online durchgeführt haben. Dieser Test ist ein wissenschaftlich fundiertes Diagnoseverfahren, das verschiede Aussagen zur eigenen Person liefert. Einerseits sind dies Selbsteinschätzungen zu Berufsinteressen. Andererseits werden durch Leistungsaufgaben kognitiven Fähigkeiten wie Logik und Sprache ermittelt. Aus beiden Bereichen werden Kompetenzen kombiniert und so Vorschläge für mögliche Berufe ausgegeben.
Durch die beiden Referentinnen aus Münster konnten die Schüler*innen sich so zwei Jahre vor dem angestrebten Abitur unter Anleitung mit den Ergebnissen auseinandersetzen, die fachwissenschaftlichen Auswertungen besser verstehen und durch verschiedene Methoden sich selber Ziele setzen und Pläne entwickeln, um der Entscheidung für eine berufliche Perspektive näher zu kommen.
Dieses besondere Projekt wurde ermöglicht durch zwei Partner, die den Großteil der Kosten für die beiden Teile übernommen haben. Mehr als die Hälfte der Kosten für den geva-test hat wie jedes Jahr der Förderverein der Schule finanziert. Die vollen Kosten für die Workshops in Höhe von etwas mehr als 3500 € wurden durch die Osthushenrich-Stiftung, getragen. Die Stiftung aus Gütersloh fördert die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Ostwestfalen-Lippe, unter anderem den Übergang von der Schule in den Beruf.